Wirtschaftsinformatik – „Wat isn dat?“ | AzubiBlog von Axians
Wirtschaftsinformatik – „Wat isn dat?“

Wirtschaftsinformatik – „Wat isn dat?“

Integration der Informatik in die Wirtschaft → Wirtschaftsinformatik

 

Die Wirtschaftsinformatik allgemein gesprochen, vermittelt die Lehre von Wirtschaft und Informatik zu gleichen Teilen. Das bedeutet sowohl betriebswirtschaftliche Inhalte, als auch angewandte, methodische Informatik werden unter einem Banner vereint. Anspruchsvolle Business Lösungen sollen durch technische Möglichkeiten revolutioniert und umgesetzt werden.

Jedoch was bedeutet das genau? Als Dualer Student der Wirtschaftsinformatik bei Axians Infoma im Bereich der Entwicklung, steht die Programmierung von ERP Systemen im Vordergrund. Enterprise Ressource Planning Programme wie Dynamics 365 Business Central (ehemals Dynamics NAV), auf dem unser „Newsystem“ basiert, zeigen primär wie wirtschaftliche Werte mit den Methoden der Informatik abgebildet werden. Es geht darum unternehmerische Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel usw. zu verwalten. Die Informatik bietet ein Konzept welches sich OOP – Objekt Orientierte Programmierung nennt. Bei dieser Programmierung werden reale Objekte nachgebildet und als allgemeine Konstrukte, versehen mit Attributen und Methoden, dargestellt.

Allgemein beschreiben die Attribute, die Eigenschaften und die Methoden, den Funktionsumfang des Objekts. Dabei wird eine Art „Bauplan“ im Codeformat geschrieben und mit diesem Bauplan können anschließend beliebig viele Objekte erzeugt werden. Demnach ist es möglich aus einem Betriebsmittel-Bauplan viele digitale Betriebsmittel zu erzeugen, die dann das Inventar des Unternehmens abbilden. Somit können bestimmte Werte der Betriebsmittel digital erfasst und verwaltet werden.

In Programmiersprachen wie Java, C# oder Python ist dieser objektorientierte Ansatz bereits sehr lange etabliert und dient als fundamentales Konzept für heutige Programme. Dynamics 365 Business Central verwendet ein anderes aber ähnliches Prinzip – Objektbasierte Programmierung. Hierbei gibt es bestimmte „Baupläne“ die zu den Anforderungen der Businessbranche zurechtgeschnitten sind. Das ermöglicht den Programmierern eine gezielte schnittige Lösung zu implementieren. Speziell in der Wirtschaft besteht diese Lösung nicht immer aus einem komplizierten Algorithmus zur Berechnung von Raketenkoordinaten. Viel mehr besteht die Schwierigkeit darin Abläufe / Workflows den Erfordernissen des Kunden anzupassen, aber auch Vorgänge bzw. Prozesse gut zu optimieren, also analysieren, darstellen und umsetzen zu können. Ein Prozess, bzw. Workflow, ist dementsprechend mehr oder minder schwierig umzusetzen. Er ist ganz davon abhängig wie viele Faktoren in die eigentliche Arbeit einspielen. Ein Faktor könnte beispielsweise die Wartezeit sein – „Brauche ich eine Antwort um weiterzumachen?“

Ein weiteres Ziel der Wirtschaftsinformatik ist es den Papiergebrauch in Büros zu reduzieren. Das hört sich zunächst trivial an, ist es aber nicht! Die Methoden der Informatik bieten schon einige Programme, welche Firmen genau das ermöglichen können. Für ein Papierloses Büro müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, beispielsweise Dokumente müssen digital gespeichert werden können, Dokumente müssen ausschließlich digital übermittelt werden können, aber auch rechtsgültige Signaturen müssen digital erfolgen. Das Speichern der Dokumente ist in der heutigen Zeit überhaupt kein Problem mehr. Durch etliche Cloudlösungen kombiniert mit Zugriffrechten werden Dokumente digital zugänglich. Allen voran bietet Microsoft eine Vielzahl von Programmen, um die Bedürfnisse eines Büros zu erfüllen. Technisch bemerkenswert sind die einzelnen Konvertierungen und Übergänge von Dateien, um diese in verschiedenen Programmen öffnen und bearbeiten zu können. Abgespeichert auf der Cloud und mit Zugriffsrechten versehen kann die Datei von Mitarbeitern „abgegriffen“ werden, um sie zu verwenden oder weiterzubearbeiten. Hinblickend der Effizienz ist eine Steigerung kaum zu leugnen und zusätzlich wird der Umwelt durch das einsparen des Papiers Gutes getan.

In Zukunft wird es immer mehr Prozesse und Workflows geben, zu denen die richtige Lösung gefunden werden muss und genau dafür wird das Mittel „Informatik“ immer neuere innovativere Methoden hervorbringen. Punkte wie diese prägen und lenken mein Studium und lassen mich gespannt darauf sein, welche zukünftigen Technologien zur Lösungsfindung eingesetzt werden.

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