Über Weihnachten und „Bredla“… | AzubiBlog von Axians
Über Weihnachten und „Bredla“…

Über Weihnachten und „Bredla“…

Weihnachten. Für die meisten von uns wohl die schönste Zeit im Jahr. Überall herrscht frohe Stimmung, schöne Weihnachtsbeleuchtung und man kommt mit der Familie zusammen.

Naja gut, auch wenn das ein bisschen nach Klischee klingt, versuchen die meisten einfach mal ein bisschen abzuschalten und sich zu beruhigen. Eine ganz große Rolle in der Weihnachtszeit spielt natürlich das Essen. Egal wo man hinschaut, es gibt Spezialitäten für viel und wenig Geld. Doch was an den Adventssonntagen und vor allem an Heiligabend nicht fehlen darf, sind die Plätzchen.

Wir alle kennen sie und lieben sie.

Doch was genau sind eigentlich Plätzchen und wo kommen sie her?

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Konsum von Kaffee, Tee und vor allem Kakao. Damals eher noch etwas für höher angesehene Leute, heute selbstverständlich. Beim damaligen Kaffeekränzchen wurden dann auch gerne mal kleine Gebäckstückchen gereicht. Oft Biskuitgebäck oder auch Formgebäck war hierbei sehr beliebt, jedoch die Zutaten dafür sehr teuer. Bis in das späte 19. Jahrhundert war das noch Luxus. Als dann Zucker aus den heimischen Zuckerrüben gewonnen werden konnte, gab es in den einfachsten Haushalten an besonderen Anlässen, gerade wie an Weihnachten, die geliebten Plätzchen. Und gerade diese Plätzchen, sind in jeder Familie immer was ganz Heimisches und Besonderes. Bei uns daheim, ist „Plätzchen“ ein Fremdwort. Da gibt es in der Weihnachtszeit nur „Bredla“. Eben typisch schwäbisch. Für viele bestimmt auch bekannt unter „Loibla“, „Platzerl“ oder einfach als „Kekse“.

Das bekannteste Plätzchen ist wohl das „Ausstecherchen“. Mehl, Zucker, Butter, Eier und Backpulver geben den Teig. Dieser wird ordentlich durchgeknetet und kann dann – nach ruhen im Kühlschrank – schon ausgerollt und eben ausgestochen werden. Mit verquirltem Eigelb bestreichen, bunte Streusel drauf und ab in den Ofen. Fertig. Und trotz der simplen Vorgehensweise schwören die Muttis auf die Rezepte von der Großmutter.

Ich will euch mit dem Beitrag nicht langweilen, sondern euch vor allem ein richtig leckeres, echt schwäbisches Rezept von Oma mitgeben.

Alles was ihr für ca. 60 „Kleine Spitzbuben“ braucht, ist:

400g                Mehl

200g                Butter

100g                Zucker

50g                  gemahlene Haselnüsse

3x                    Eigelb

1x                    Saft von einer Zitrone

½                     Tasse Erdbeermarmelade

½                     Tasse Puderzucker               

1 Pack.            Vanillinzucker

1                      abgeriebene Schale von einer Zitrone


Zubereitung:

Das Mehl auf ein Backbrett sieben und die Butter in Flöckchen darauf verteilen. Eigelbe, Zucker, Vanillinzucker, Zitronenschale und die gemahlenen Haselnüsse in die Mitte geben und alle Zutaten zu einem Mürbeteig kräftig verkneten. Den Teig in Alufolie oder Pergamentpapiergewickelt zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Fläche ausrollen und Plätzchen und Ringe in selber Anzahl miteiner runden Form ausstechen. Plätzchen und Ringe auf ein Backblech legen und auf der mittleren Schiene ungefähr zehn Minuten backen, bis die „Bredla“ goldgelb sind. Die Plätzchen vorsichtig mit einem Messer vom Backblech heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Anschließend die Marmelade mit dem Zitronensaft verrühren und die Ringe mit dem Puderzucker besieben. Zum Schluss noch die runden Plätzchen mit der Marmelade bestreichen und jeweils einen Ring draufsetzen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr kommentiert, wie eure „Bredla“ geworden sind!

Ich wünsche euch ganz viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Rollen, Kneten und Backen!

Besinnliche Adventszeit und einen schönen Heiligabend!

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