Pendeln als Student – Wer tut sich das denn an? | AzubiBlog von Axians
Pendeln als Student – Wer tut sich das denn an?

Pendeln als Student – Wer tut sich das denn an?

Warum Pendeln für mich der richtige Weg ist

Morgens um 7.15 Uhr verlasse ich das Haus und starte den Motor. Ich fahre aus der Garage und hinaus aus meinem Dorf. Auf der Autobahn dann gibt es nur ein Ziel: straight to Heidenheim!

Ich mache bei der Axians Infoma ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik. Die Praxisphasen absolviere ich in der Geschäftsstelle Ulm und die Theoriephasen in Heidenheim an der DHBW. Vor dem Studium habe ich mich dazu entschieden zu pendeln und deshalb sieht mein Studienalltag vielleicht auch nicht ganz so aus, wie man es sich vorstellt.

Für mich spielt sich mein Studentenleben hauptsächlich während den Vorlesungen ab. Groß feiern gehen oder „mal kurz“ mit Kommilitonen treffen ist da nicht dabei. Schließlich muss ich ja noch 70 Kilometer nach Hause fahren. Nichtsdestotrotz können auch Vorlesungen ganz schön Spaß machen.

Ich komme also mit dem Auto auf dem Parkplatz an und laufe etwas bis zur DHBW. Die letzten Stufen bis in den sechsten Stock sind zwar hart, aber da kann man sich zuerst einmal ausruhen – endlich! In einer Mischung aus wach und schlafend und nebenbei im Internet surfend, wartet man so auf seine Kommilitonen und den Dozenten.

Um 8.45 Uhr sind alle inklusive Dozent eingetroffen und es kann losgehen. Natürlich gibt es immer ein paar Nachzügler, sowohl unter den Studenten als auch unter den Dozenten. Hier gibt es wohl wenig Unterschied zwischen Schule und Hochschule. Bei den Dozenten ist es wie bei Lehrern: von Allem etwas dabei! Von amüsanten über langwierigen bis zu sehr lehrreichen Vorlesungen habe ich schon alles erlebt. Zu meinen Vorlesungen gehören unter anderem wirtschaftliche Themen wie Kosten- und Leistungsrechnung oder Marketing, allerdings gehören auch technische Themen wie Programmierung dazu. Natürlich gibt es auch Vorlesungen, die genau in die Schnittstelle fallen und sozusagen beides bedienen.

Endlich Mittagspause! Um 12 Uhr ist es so weit: Die Menge stürmt hinaus, um sich Essen zu kaufen. Die Schlossarkaden haben doch einiges zu bieten und die Mensa versorgt einen auch mit Butterbrezeln oder warmen Essen. Was ich mache? Ich bleibe ganz entspannt sitzen und öffne meine Tupperdose. Allein bin ich meistens nicht, denn es gibt immer jemanden, der auch seine Dose auspackt. Dann wird natürlich geredet und all das gemacht, was man in den Vorlesungen nicht machen kann.

 

Nach 45 Minuten geht es meistens weiter. Entweder mit einer weiteren Vorlesung, mit Projekten oder Lernen. Irgendwas ist schließlich immer zu tun. Die Zeit mit den Kommilitonen muss ja sinnvoll genutzt werden. Das hört sich zwar an als wäre ich ein Streber, aber das bin ich nicht. Denn auch Studenten sind ganz normale Leute wie du und ich und deshalb kann es schon mal sein, dass nach einem langen Tag die Konzentration sehr schnell schwindet. Vielleicht manchmal auch schon nach einem kürzeren Tag.

Irgendwann – entweder nach Ende der Vorlesung oder wenn nichts mehr in meinen Kopf geht – trete ich die Heimreise an. Das bedeutet wieder 70 Kilometer zurück in die Heimat! Also wieder rauf auf die Autobahn und ab geht die Fahrt in den Feierabend. Dabei wird meistens laut Musik gehört und der Sonnenuntergang beobachtet – zumindest im Winter.

Ich bin wohl eine der wenigen, die so große Strecken pendelt. Jeden Tag von meinem Dorf, das noch mal 35 Kilometer südlich von Ulm liegt, bis Heidenheim. Das kostet mich so eineinhalb Stunden täglich. Das mag anfangs ziemlich verrückt, teuer, aufwändig und anstrengend klingen, aber es geht. Das hört sich echt blöd an, aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem es Spaß macht! Klar, anfangs war es ganz schön ungewohnt täglich solche Strecken zu fahren, doch mittlerweile habe ich damit keine Probleme mehr.

Pendeln kommt mich nämlich tatsächlich günstiger, ob du es glaubst oder nicht. Zudem kommt man jeden Tag heim, das heißt man hat sein Bett, seine Couch, seine Freunde. Eben alles, was man davor auch schon hatte. Die Zeit, die man im Auto verbringt würde man auch leicht mit Hausarbeit oder Kochen verbringen.

Das heißt aber nicht, dass man als pendelnder Student einsam ist! Man knüpft genauso Freundschaften, wie sonst auch. Nur zu anderen Zeiten und anderen Bedingungen. Man trifft sich dann öfter am Wochenende oder bleibt ab und zu mal über Nacht. Die Freunde sind ja trotzdem nicht aus der Welt und vor allem heutzutage nicht dank der digitalen Medien!

Für mich ist Pendeln der ideale Weg, um trotzdem heraus zu kommen, zu studieren, neue Leute kennen zu lernen und gleichzeitig nicht die Heimat verlassen zu müssen. Das tue ich ungern, wirklich sehr ungern.

Ich komme also mit dem Pendeln sehr gut klar und kann mir nichts Besseres mehr vorstellen! Vielleicht ist es ja auch für dich eine Alternative zu den kleinen WG-Zimmern?

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