Microsoft HoloLens – Blick in eine erweiterte Realität | AzubiBlog von Axians
Microsoft HoloLens – Blick in eine erweiterte Realität

Microsoft HoloLens – Blick in eine erweiterte Realität

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Artikel informiert über die HoloLens, eine von Microsoft entwickelte AR-Brille, welche unseren Alltag bereichern soll. Axians ist auf der Bildungsmesse (22.02. – 24.02.2018) auch mit einer HoloLens vertreten gewesen. Interessiert?

 

„hololens-1330225“ von Azminsultana ist lizensiert unter CC0 Creative Commons.

 

Allgemeine Informationen:

Was muss man sich vorstellen?

Microsoft HoloLens ist eine sogenannte Mixed-Reality-Brille. Es ist also keine VR-Brille, bei der man in eine ganz neue Umgebung eintaucht. Bei der HoloLens sieht man wie durch eine normale Brille und durch Mixed-Reality werden zusätzliche Informationen angezeigt.

Wie geht das?

Bei Mixed-Reality wird die natürliche Wahrnehmung durch eine künstlich erzeugte Wahrnehmung ergänzt. Man kennt dies zum Beispiel aus neueren Autos, wo durch das Head-Up-Display die natürliche Wahrnehmung ergänzt wird.

Wie bedient man sie?

Die Microsoft HoloLens wird über Sprach-, Gesten- und Blicksteuerung kontrolliert. Dadurch ist sie im Alltag leicht zu verwenden. Ein wenig Übung gehört allerdings dazu.

 

Technik:

Wie funktioniert sie?

Die HoloLens funktioniert mit der Windows Holographic Plattform des Betriebssystems Windows 10. Windows Holographic ist eine Plattform für die Entwicklung von Augmented-Reality-Anwendungen (Augmented-Reality (AR) und Mixed-Reality sind Synonyme). Es wird nicht wie bei einer VR-Brille ein Smartphone oder PC benötigt. Die HoloLens funktioniert völlig autonom.

Die Microsoft HoloLens besitzt eine eigene CPU, GPU und eine vollständig neu entwickelte HPU. Dies steht für „Holo Processing Unit“. Die HPU kümmert sich ausschließlich um die Berechnungen der Projektion.

Mehrere Sensoren erfassen die Umgebung, um die Projektion richtig in die Umgebung einzusetzen.

 

Einsatzmöglichkeiten:

Wofür wäre sie nützlich?

  • Aufwändige und komplexe 3D-Modelle aus Plastik oder ähnlichem Material werden überflüssig und können einfach durch eine HoloLens betrachtet werden. Das spart enorm viel Zeit und Ressourcen.
  • Maschinen können virtuell in ihre Einzelteile zerlegt werden. So kann man sehr effektiv den Aufbau einer Maschine verstehen, Erweiterungen konstruieren oder Probleme einer vorhandenen Maschine identifizieren.
  • Konzepte in Verbindung mit Industrie 4.0 ermöglichen es dem Mitarbeiter direkt mit der Maschine oder einem Roboterarm verbunden zu sein und so immer ihre Produktivität und Funktionalität im Auge behalten, oder sogar mit ihr zu interagieren, um z.B. tonnenschwere Teile anzuheben und zu bewegen.
  • Unterricht, Schulungen und andere Fortbildungen können durch einen virtuellen Lehrer durchgeführt werden.
  • In der Medizin kannB. der gesamte anatomische Aufbau des Körpers angezeigt werden. Dadurch kann ein Abgleich mit einem Patienten in Echtzeit erfolgen.

In dem nachfolgenden Link kann man verfolgen, wie sich zwei Chirurgen mittels einer HoloLens auf einen komplizierten Eingriff vorbereiten.

Beispielvideo: https://www.youtube.com/watch?v=FSpAo_ZWPIs

Es gibt bestimmt noch viele weitere Einsatzgebiete, in denen die HoloLens eine Hilfe wäre.

 

Eigene Erfahrungen:

Es war mir möglich selbst die HoloLens auszuprobieren und damit ein bisschen zu experimentieren.

Man kann sich es sich schwer vorstellen und ich habe auch noch nie etwas in der Richtung bedient. Dementsprechend war der Anfang schwer, aber man kommt sehr schnell sehr gut damit zu recht. Nach einer Weile agiert man schon fast intuitiv. Und ich glaube das ist es, was die HoloLens so wertvoll für die Zukunft macht. Man gewöhnt sich schnell an die Bedienung. Was mich überrascht hat, war, dass man sogar seine Brille aufbehalten kann, was für jeden Brillenträger ein Pluspunkt ist!

Man merkt allerdings, dass es sich noch um eine neuartige Technologie handelt. Oft macht man eine Geste zwei- bis drei Mal, bis sie erkannt wird. Das ist schade und nervt nach einer Weile. Vielleicht liegt es daran, dass ich eben noch ein Laie bin oder es gibt im Bereich der Gestenerkennung noch Verbesserungsbedarf.

 

Fazit:

Ich glaube, dass es sich im Fall der HoloLens um eine Technologie für die Zukunft handelt. Es werden unglaubliche Möglichkeiten geschaffen und sie ersetzt nicht den Arbeiter/Forscher/Menschen, sondern sie erweitert seine Fähigkeiten.

Es gibt noch Verbesserungsbedarf. Die Gestenerkennung könnte ausgereifter sein und die Größe der HoloLens macht es beinahe unmöglich sie in Kombination mit einem Helm zu tragen. Dies wäre wichtig, um sie zum Beispiel in der Produktion einzusetzen. Außerdem stört das Gewicht nach einer Weile. Eine kleinere Ausführung in der ungefähren Größe einer Schutzbrille halte ich für ein Ziel, welches es zu erreichen gilt, um diese Technologie in der Zukunft wirklich einer breiten Masse von Aufgaben und Menschen zur Verfügung zu stellen.

Unsere Experten auf der Bildungsmesse hatten auch ihren Spaß mit der HoloLens

 

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