Mein Hochschulalltag im Berufsfeld „Wirtschaftsinformatik“ | AzubiBlog von Axians
Mein Hochschulalltag im Berufsfeld „Wirtschaftsinformatik“

Mein Hochschulalltag im Berufsfeld „Wirtschaftsinformatik“

Duales Studium – Stress pur?

Das duale Studium mag von außen betrachtet natürlich sehr stressig und zeitraubend sein. Zumindest aus meiner Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es kaum anspruchsvoller als ein gewöhnliches Studium ist.

Mein Hochschulalltag gestaltet sich dementsprechend recht übersichtlich. An meiner Hochschule habe ich wöchentlich sechs Vorlesungen. Darunter befinden sich die Module Programmieren, Mathe, Wirtschaftsenglisch, BWL, Rechnungswesen und Soziale Kompetenz sowie zwei zusätzliche, freiwillige Übungsstunden, in denen erhaltene Aufgaben gemeinsam besprochen und gelöst werden. Jede davon rechnet sich zeitlich auf zweieinhalb Stunden. Zwischendurch gibt es dann 10-Minuten-Pausen, um durchzuatmen.

 

Vier Tage Vorlesungen

So startet meine Woche am Montag mit zwei Vorlesungen und einer Übungsstunde von 8:00 Uhr bis 16:20 Uhr. Um 13:00 Uhr gibt es eine Stunde Mittagspause, in der man in der Cafeteria belegte Brötchen, gegenüber bei der Imbissbude oder beim Bäcker, oder auch in der Mensa der anliegenden Hochschule sein Mittagessen kaufen kann.

Am Dienstag hingegen beginnt die erste Vorlesung um 14:00 Uhr. Anschließend findet noch eine zweite Vorlesung statt, sodass man um 19:00 Uhr schon wieder nachhause fahren kann.

Der Mittwoch ist wieder etwas länger. Drei Vorlesungen, beginnend ab 8:00 Uhr, die sich bis über den Nachmittag ziehen, sodass um 16:20 Uhr Schluss ist.

Am letzten Tag – dem Donnerstag – finden weitere zwei Vorlesungen statt. Wieder um 8:00 Uhr, aber diesmal nur bis 13:00 Uhr. So endet eine Woche, da der Freitag in der Regel vorlesungsfrei gestaltet wird. Einerseits zum Lernen, andererseits um seine Freizeit genießen zu können.

 

Worin genau unterscheidet sich ein duales Studium?

Anders als bei „Normalstudierenden“ ist bei uns ein Semester statt sechs Monaten, gerade mal nur drei Monate lang. Das heißt zwei Monate gibt es Vorlesungen und zwei Wochen werden für die Prüfungen eingeräumt. Dadurch entsteht in der Theorie zwar ein größerer Lerndruck, da wir den selben Umfang an Lernstoff haben und diesen in kürzerer Zeit erlernen müssen. Trotzdem ist der Stoff zu bewältigen, denn in den Vorlesungen wird er sehr gut vermittelt und veranschaulicht. Besonders die überdurchschnittliche Länge von zweieinhalb Stunden pro Vorlesung ermöglicht es, dieses Pensum zu erreichen, ohne die Studenten einem zu großen Druck auszusetzen. Ich kam dadurch sehr gut und vor allem problemlos durch das erste Semester.

Die restlichen drei Monate, die wir nicht in der Hochschule sind, verbringen meine Kommilitonen und ich dann schließlich in unseren Unternehmen, wo wir nun auch praktische Erfahrungen durch den Ausbildungsanteil im dualen Studium sammeln, aber auch erlerntes Wissen wiederfinden und anwenden können.

Mein Hochschulalltag ist in dem Sinne gut zu meistern. Man wird vielenorts gefordert, aber auch an vielen Seiten gefördert. Das Lernpensum ist nicht viel anspruchsvoller als bei einem normalen Studium. Man hat zwar keine Semesterferien, jedoch merkt man kaum, dass etwas fehlt, da viele Studenten während den Ferien selbst arbeiten müssen, um das Studium finanzieren zu können.

Und das Beste daran: Durch die Praxisphasen im Studium verdient man bereits sein volles Ausbildungsgehalt und sammelt außerdem praktische Erfahrungen zu seinem theoretischen Wissen. So erlangt man letztendlich zwei Abschlüsse, was sich nebenbei sehr gut im eigenen Lebenslauf macht. Die Zeit die man für die Ausbildung nutzt, hat man so gesehen nach dem Studium wieder raus. Ich meine, das wären doch weitere drei Jahre, die man sich anschließend sparen kann… oder nicht?

5 Kommentare

  1. Avatar
    Mai 17, 2018

    Da hast du aber ganz schön Glück mit den Vorlesungen! In welchem Semester bist du denn?
    Kurz zu mir, ich bin dualer Student der Informationstechnik an der DHBW in Friedrichshafen und gerade im 4. Semester.
    Mein Hochschulalltag sieht seit dem ersten Semester leider so aus, dass ich von Montag bis Freitag jeden Tag von 8:00 bis 17:00 Vorlesungen mit 45 Minuten Mittagspause um 13 Uhr habe. Da bin ich richtig neidisch auf deinen freien Freitag 😉
    Beim Lernstress ist die Wahrnehmung natürlich der eigenen Lerngeschwindigkeit und dem Druck den man sich selbst macht geschuldet und drum würde mich interessieren, wie gehst du mit dem Prüfungsstress um?
    Ich für meinen Teil wohne in einem Wohnheim 5 Gehminuten von mein DH entfernt, bin also quasi um 17 Uhr schon daheim, dann setz ich mich hin und bereite die Vorlesungen des Tages nach und lerne allgemein was ich noch nicht so gut kann. So kommt es, dass ich dann noch bis gut 21 Uhr Zeit für die Uni investiere um mit meinem 12 Vorlesungen zurecht zu kommen, das aber auch nur im ersten Monat. Sobald die Prüfungen näher kommen erwische ich mich dabei, dass ich dann so im 2. Monat bis 23 Uhr am Schreibtisch sitze und in den 2 Wochen des letzten Monats vor den Prüfungen und auch während diesen mindestens (hier auch noch die Frage, schreibst du auch zwei Wochen lang jeden Tag mindestens eine Prüfung?) von 17 Uhr bis 21 Uhr am Lernen bin. Das Wochenende sieht auch nicht viel besser aus, da steh ich um 9 auf und lerne direkt bis 20 Uhr abends. Somit bleiben mir eigentlich nur Samstag- und Sonntagabend für Freizeit und Freunde.
    Wie managest du die Balance zwischen Uni und Freizeit, über ein paar Tipps wäre ich sehr dankbar, weil vor allem wenn ich mal wieder zwei Theorie Semester am Stück habe, geh ich an dem Stress und der Uni fast zugrunde.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen 🙂
    Weiterhin noch viel Glück und Spaß am Studium!
    Marco

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      Mai 17, 2018

      Hi Marco,
      schön mal wieder von dir zu hören, auch über den Weg 😀
      Bist also meinem Tipp gefolgt und hast mal bei unserem Blog vorbeigeschaut! 🙂
      Gut, naja wohl eher schlecht zu hören, dass sich an dem Stress und den Zeiten in der Uni nichts geändert hat seit dem ich weg bin :/
      Da es mir während meines dualen Studiums exakt genauso erging wie meinem alten Kommilitonen und Zimmer-Nachbar im Wohnheim Marco, freu ich mich schon auf deine Antwort Philipp! 🙂

      Und auch von mir von viel Erflog im Studium Philipp und bis spätestens zum Sommerfest (ich hoffe doch du kommst auch) 🙂

      LG Tim

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    • Avatar
      Mai 29, 2018

      Hallo Marco,
      um erstmal auf deine Frage zu antworten: Ich bin derzeit im 2. Semester und merke nun schon etwas mehr von dem Druck zu spüren (der Freitag ist jetzt leider nicht mehr frei..).
      Dass du 12 Vorlesungen pro Woche hast und den ganzen Stoff unter einen Hut bringen kannst, finde ich echt erstaunlich. Ich kann mir vorstellen, dass man sich unter den ganzen Inhalten da erdrückt fühlt. Dein Studium ist ja auch mehr im technischen Bereich angelegt, wo ich teilweise wirtschaftliche Module behandle, die deutlich einfacher sind. Da habe ich jedenfalls noch viel Luft nach oben mit meinen acht Vorlesungen. Ab dem 3. Semester kommen dann aber auch die Wahlmodule dazu.
      Ich weiß nicht genau, wie es bei dir allgemein mit Lerngruppen aussieht und ob du dich oft mit anderen zusammensetzt. Einen Tipp den ich dir auf alle Fälle geben kann ist, sich immer wieder nach jedem Tag kurz nach der letzten Vorlesung hinzusetzen und den ganzen Stoff vom Tag zusammen als Lerngruppe nachzubereiten. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch mehr Ergebnisse in kürzerer Zeit erreicht werden, wenn die Lerngruppe gemeinsam anpackt :). Außerdem sparst du dir selbst auch Energie. Bei mir hat sich dann ergeben, dass ich weniger Stress während den Prüfungen habe, da ich den Stoff lediglich festigen muss, statt nochmal alles zusammenzufassen. Dabei muss ich sagen, dass ich in den zwei Wochen auch nur sechs (statt deinen 10 schätze ich mal?) Klausuren schreibe.
      Ich kann dir also nur raten, dass du dich eventuell mit Kommilitonen hin und wieder mal zusammensetzt und ihr die Inhalte dementsprechend zusammen durchgeht. So könnt ihr euch ja schließlich verbessern und habt einen größeren Lernerfolg. Ich ziehe das jedenfalls schon seit Anfang des Studiums so durch und kam dadurch auch besser klar :). (Außerdem ist man so auch nicht allein am verzweifeln :D)
      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen und wünsche dir weiterhin auch viel Erfolg im Reststudium!

      Und an Tim: Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn das mit dem Sommerfest und der Reise in den Süden klappt :)!

      LG Philipp

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      • Avatar
        Juni 07, 2018

        Hallo Philipp,

        schade um deinen Freitag, aber ich habe mir schon gedacht dass der bestimmt nicht lange frei bleiben wird :/
        Ja man fühlt sich ziemlich erdrückt, da ist die Praxis Phase immer wie Urlaub Ja umso länger man im Studium ist, umso mehr und spezifischer, aber auch interessanter wird der Stoff:)
        Lerngruppen benutze ich auch, allerdings nicht wirklich häufig. Ab und zu setze ich mich mit anderen Kommilitonen die im Wohnheim wohnen zusammen, aber ich bin mehr der Eigenbrötler. Die Idee jeden Tag den ganzen Stoff nicht allein nachzuarbeiten, sondern als Lerngruppe zusammenzufassen und nachzuarbeiten finde ich aber ganz gut, das werde ich mal ausprobieren, vielen Dank für den Tipp

        Vielen Dank für deine ausführliche und hilfreiche Antwort Philipp, und dir auch noch viel Spaß und Erfolg beim restlichen Studium
        Marco

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  2. Avatar
    Mai 16, 2018

    Danke Philipp für deinen Beitrag. 🙂
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg in deinem Studium.

    LG Selina

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