DSGVO – kurz und knackig erklärt | AzubiBlog von Axians
DSGVO – kurz und knackig erklärt

DSGVO – kurz und knackig erklärt

Die neue DSGVO

Wie ihr vielleicht schon wisst gilt seit dem 25. Mai 2018 die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auch in Deutschland. Bisher galten überall in der EU verschiedene Datenschutzgesetze, doch jetzt ist in der EU ein überwiegend einheitliches Datenschutzrecht.

Für wen gilt die Datenschutzgrundverordnung?

  • für alle Unternehmen, die sich in der EU befinden.

Doch Unternehmen, die nicht in der EU sind, aber eine Niederlassung in der EU haben oder Daten von EU-Bürgern verarbeiten, müssen sich auch an die Regelungen halten.

Was ist neu?

  • Recht auf Datenübertragbarkeit (Datenportabilität)
    • Nutzer können laut Verordnung ihre persönlichen Daten wie Fotos, Videos, persönliche Nachrichten und Freundeslisten von einem Dienstleister, wie Facebook, zu einem anderen Netzwerk mitnehmen.
  • Recht auf Vergessenwerden
    • Unternehmen müssen, auf Wunsch des Betroffenen, personenbezogene Daten löschen oder sperren, wenn für die Verwendung der Daten keine Berechtigung mehr vorliegt.
  • Einwilligung
    • Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, benötigen dazu eine ausdrückliche Zustimmung von ihren Kunden, welche freiwillig sein muss.
  • Mindestalter für eine wirksame Einwilligung
    • Das Mindestalter für eine wirksame Einwilligung in eine Datenverarbeitung ohne Zustimmung der Eltern, für beispielsweise die Anmeldungen auf Webseiten wie Facebook, wurde grundsätzlich auf 16 Jahre angehoben.
  • Vereinfachte Beschwerden
    • Es ist jetzt möglich, bei den Datenschutzbehörden des eigenen Landes Beschwerden einzureichen, davor konnte man dies nur dort, wo das Unternehmen seine Niederlassung hat. Auch Verbände dürfen in Zukunft im Namen von Verbrauchern klagen.

Bei Verstößen sieht die DSGVO Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Vorjahresumsatzes vor.

 

Auswirkungen und Folgen der DSGVO

  • Einige smarte Haushaltsgeräte wie Leuchten oder Glühbirnen werden per Smartphone-App gesteuert, doch diese App funktioniert in Europa nur noch begrenzt oder gar nicht mehr.
  • Die „Freie Presse“ in Chemnitz gratuliert den Einwohnern nicht mehr in der Zeitung zum Geburtstag, da sie ohne spezielle Einverständniserklärung die Geburtstage nicht speichern dürfen.
  • Private Blogs, Fußballblogs – überall werden Webseiten abgeschaltet, da ihre Betreiber sich von den Regeln der DSGVO überfordert sehen.
  • Mehrere amerikanische Medien sperren europäische Leser aus, weil sie sich nicht auf die europäischen Datenschutz-Regeln einlassen wollen.
  • Sehr viele Twitter-Accounts wurden erstmals gesperrt, da die Nutzer zu jung sind und eine Zustimmung eines Erziehungsberechtigten benötigen würden. Influencer verloren schlagartig eine Vielzahl ihrer Follower. Auch die Influencerin Bibi, (die ihr ja höchstwahrscheinlich alle kennt ;D) sie verlor dadurch 60.000 Follower.

 

Was haltet ihr von der neuen DSGVO? Schreibt hierzu gerne ein Kommentar!

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