Der Arbeitstag eines IT-Systemkaufmanns | AzubiBlog von Axians
Der Arbeitstag eines IT-Systemkaufmanns

Der Arbeitstag eines IT-Systemkaufmanns

Ich denke, ich kann mich getrost etwas aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass ich nicht der einzige bin, der sich vor seiner Berufswahl ein paar Gedanken gemacht und sich über sein angehendes Tätigkeitsfeld ausgiebig informiert hat. Wer würde das nicht?!
Jedoch kann man noch so viel stöbern und googeln … es wird immer ein paar Aspekte an einem neuen Job geben, auf die man sich so nicht vorbereiten kann. Und die gab und gibt es auch in meiner Ausbildung.

Hi, mein Name ist Erik Burkel-Grehs, ich bin AStubi (IT-Systemkaufmann im Vertriebsinnendienst) im ersten Lehrjahr und werde euch heute einen kleinen Einblick in meinen Berufsalltag gewähren.

OK… ich höre schon die ersten Stimmen:
‚Vertriebsinnendienst – das ist doch nur stumpfes Einhacken von Angeboten und Bestellungen. Was könnte daran nicht vorhersehbar sein…‘
Zugegeben, das Erstellen von Angeboten und Bestellungen ist ein Teil meiner Arbeitsroutine und auch kein kleiner. Aber durch unsere breite Angebotspalette wird es selten eintönig und stellt einen immer wieder vor neue Herausforderungen. Außerdem ist es bei weitem nicht das einzige Arbeitsgebiet.

Mein Morgen beginnt, wie doch bei den meisten Berufen, die sich in der IT-Branche ansiedeln, vor zwei Monitoren an meinem Schreibtisch. Mit einem heißen Kaffee bewaffnet durchforste ich neue Mails, gehe meine Termine durch und plane schon einmal grob den Arbeitstag.
Die Arbeit im Vertriebsinnendienst wächst und gedeiht durch die Kooperation mit unseren Primär-Vertriebskollegen, die selbstlos tagtäglich die geschützten Mauern unserer Geschäftsstelle verlassen um neue Aufträge an Land zu ziehen.
(Auch wenn das jetzt ein wenig überspitzt klingt, habe ich doch großen Respekt vor unserem Vertriebsteam und arbeite gerne mit ihm zusammen.)
So kann es durchaus sein, dass ich vor dem Mittagessen schon über ein halbes Dutzend Telefonate mit verschiedenen Vertriebsberatern (oder VB’s) geführt habe um neue Prozesse abzustimmen, Angebote durchzugehen oder Kundenwünsche zu diskutieren. Gerade diese sind oft durchaus etwas delikater, weshalb die andere Hälfte meiner nicht unerheblichen Zeit am Telefon für Gespräche mit dem Kunden oder unseren Distributoren „draufgeht“.
Das wiederum ist einer der Punkte, die ich so von Anfang an nicht erwartet habe. Der Kontakt zu unseren Kunden und Handelspartnern ist ein stetiger Prozess und man bleibt automatisch in enger Verbindung zu bestimmten Kollegen innerhalb und außerhalb der eigenen Firma. Auch z. B. Kundenstandorte im Ausland müssen betreut werden, weshalb ich letzten Monat einen regen Mailverkehr mit einem Kollegen aus Indien gehabt habe. Auf Englisch versteht sich…mein Hindi ist ein wenig eingeschlafen…
Wenn ich mich dann nach allen Anfragen und Problemen in die Mittagspause rette, bietet unsere Geschäftsstelle in Karlsruhe zum Glück eine besonders erholsame Tätigkeit:
Wer hier etwas auf sich hält, beherrscht die hohe Kunst des Tischkickerns… ein Spaß für die ganze Familie.
Dann geht es allerdings schon wieder weiter im Plan.
Die Axians IT Solutions ist ein Systemhaus, das sehr breit aufgestellt ist. Resultierend daraus gibt es ein sehr großes Portfolio, über das das Vertriebspersonal Bescheid wissen sollte – auch der Innendienstmitarbeiter. Also besteht ein weiterer Teil meiner Arbeit aus dem Aneignen von Wissen über unsere Möglichkeiten. Frei nach dem Leit-Motiv (das mit den Büchern), lernt man hierbei aber nie aus, da kein Kundenwunsch dem anderen gleicht.
Selbst langgediente Innendienst-Recken werden hier noch vor Herausforderungen gestellt.
Neben all der Arbeit ist aber auch hier in Karlsruhe immer mal wieder ein wenig Zeit, um sich mit Kollegen auf einen Cappuccino an der Social Platform zu treffen. Ein bisschen Flur-Funk schadet ja bekanntlich nie…

Alles in Allem bin ich nach inzwischen fast 8 Monaten hier in Karlsruhe immer wieder überrascht, wie Abwechslungsreich der Beruf des IT-Systemkaufmanns sein kann. Natürlich steckt, wie der Name schon sagt, viel kaufmännischer Hintergrund in meinem Tätigkeitsfeld. Aber durch den vielen Kontakt zu unseren Handelspartnern benötigt und steigert man sein technisches Know-How viel stärker, als ich mir erhofft habe. Wenn man, wie in meinem Fall, außerdem noch nette Kollegen hat, die einen bei seiner Arbeit unterstützen, rundet das das Joberlebnis komplett ab.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Beitrag ein wenig unterhalten und euch einen kleinen Einblick in mein Tagwerk geben.
Allen unter euch, die vielleicht selbst überlegen eine Ausbildung als IT-Systemkaufmann anzufangen, kann ich nur sagen: Macht es! Denn… „es ist nicht immer so, wie es in den Büchern steht.“
Euer Erik

3 Kommentare

  1. Avatar
    Mai 15, 2017

    … da muss ich mich anschließen: Tolles Statement. Ziemlich eloquent dargestellt.

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  2. Avatar
    Mai 09, 2017

    Richtig gut geschrieben. Gefällt mir! 🙂

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  3. Avatar
    Mai 08, 2017

    Sehr cool geschrieben Erik 🙂

    Reply

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