Betrieblicher Austausch nach Paris | AzubiBlog von Axians
Betrieblicher Austausch nach Paris

Betrieblicher Austausch nach Paris

Na gut liebe Leserinnen und Leser des aSTUbi-Blogs,

dieses Bild ist nicht direkt in Paris entstanden, aber in einer Nebenstadt namens Issy-les Moulineaux, während meines Austausches in Frankreich.

Von diesem möchte ich euch in diesem Artikel berichten:

Das Bild wurde um die Ecke des Internats St. Nicolas, in dem unsere Gruppe drei Wochen untergebracht wurde, aufgenommen.

Leider entdeckte ich unsere Geschäftsstelle erst am vorletzten Tag. Somit ergab sich keine Möglichkeit bei unseren französischen Kollegen vorbei zu schauen.

 

Insgesamt waren wir acht SchülerInnen und zwei Lehrer, unsere Berufsschule Theodor-Heuss (Offenbach) sowie ein Französischlehrer und ein Dolmetscher der Agentur ProTandem. (https://protandem.org/).

Der Austausch nach Frankreich kam über die Städtepartnerschaft von Offenbach und Puteaux zustande. Gesponsort wurde der Austausch von der Deutsch-Französischen Agentur ProTandem. Diese fördert den Austausch in der beruflichen Bildung von Schülern.

Durch die Bereitstellung eines Französischlehrers, eines Dolmetschers sowie der gesamten Sponsorings von An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung, wurde uns ein dreiwöchiger Austausch ermöglicht.

 

Dieser basierte auf einer Woche französischem Tandemunterricht mit Schülern unsere Partnerschule Lycée Voilin in Puteaux und zwei Wochen arbeiten in einem französischen Betrieb.

Die Betriebe, in denen wir ein Praktikum absolvieren durften waren: L’Oréal Paris, das Modegeschäft Celio auf der Champs Elysee, das Musikzentrum Conservatoire de Puteaux und CTM (Centre Technique Municipall), das Technische Städte-Zentrum der Stadt Puteaux.

In der ersten Woche lernten wir vormittags Französisch und nachmittags Orte der französischen Kultur kennen.

 

Vorab: Ja! Wir besichtigten den Eifelturm. Doch es gab jede Menge andere Highlights. Zum Beispiel zählt die Führung mit einem Nintendo-Guide durch den gigantischen Louvre zu einem meiner Highlights.

Wir bekamen außerdem eine Führung durch den französischen Senat und das Assemblée nationale, das Unterhaus des französischen Parlaments.

Wir fuhren mit der steilen Straßen-/Seilbahn funiculaire de montmartre, die schon im 19.Jahrhundert erbaut wurde, den Berg zur berühmten Kirche Basilika Sacré-Cœur hinauf und besichtigten dort den Künstlermarkt.

 

Neben viel Metro fahren, schlenderten wir durch das Afrikanische Viertel, welches beschmückt von verschiedenen Lebensmittelständen und Afroshops war.

So ziemlich das Gegenteil der luxuriösen und von Security bewachten Champs-Élysées.

Wer Reizüberflutung durch Luxus mag, ist im Einkaufzentrum gut aufgehoben. Mit seinem gläsernen, farbenfrohen Kuppeln, Markengeschäften, glitzernden Lichtern und Duftwolken an jeder Ecke, ist es eine andere Art des Shoppings

Neben den Highlights der Französischen Sprache und Kultur, lebten wir drei Wochen in einem französisch-katholischen Internat, das ebenfalls eine Erfahrung für sich war.

Der Alltag der dort lebenden Schüler sah wie folgt aus:

Um 6:30 Uhr wurden alle Schüler aufgeweckt.

Von 7:00 – 8:00 Uhr gab es Frühstück. Marmelade, Schokocreme, Brötchen oder Cornflakes, Orangensaft oder Apfelsaft und wer möchte auch Café. Klingt in erster Linie nicht schlecht, aber 5 Jahre!? Nach den ersten Tagen fragten wir uns schon, wie das sein kann. Jeden Tag dasselbe, süße Frühstück. Kein Käse, keine Wurst oder ähnliches.

Von 8:00 – 12:00 Uhr befanden sich alle Schüler im Unterricht.

Von 12:00 – 13:00 Uhr wurde Mittagessen zu sich genommen.

Im Anschluss begann die nächste Unterrichtseinheit oder es wurde erlaubt das Internat bis 18:00 Uhr zu verlassen.

Von 19:00 – 20:00 Uhr wurde die letzte Mahlzeit am Tag eingenommen.

In der Prüfungszeit wird abends unter Aufsicht bis 21:00 Uhr oder bis zur Nachtruhe (22:00 Uhr) gelernt.

Dies fand alles Geschlechter getrennt statt. Das Mädchen und Jungen sich in ihrer Freizeit gemeinsam aufhalten dürfen ist nur unter Beaufsichtigung in der Turnhalle gestattet.

Ab 22:00 Uhr wurden die Gänge verschlossen und am nächsten Tag begann derselbe Ablauf von vorne.

Viele wohnen dort fünf Jahre bis zu ihrem Abitur.

Wir taten uns etwas schwer mit den Ruhezeiten, doch an den Alltag von verriegelten Türen, stetiges Ein- und Austragen beim Verlassen des Gebäudes sowie Security und Kameras gewöhnten wir uns relativ schnell.

Die MitarbeiterInnen im CTM, hatten einen eigenen Umgang untereinander und eine spezielle Arbeitsweise. Zwei Wochen arbeitete ich gemeinsam mit einer Austauschschülerin aus Deutschland in dieser Abteilung des Rathauses Puteaux.

Am ersten Tag wurden wir durch die Abteilungen Schlosserei, Tischlerei und Malerei geführt. Die Besichtigung des Großlagers, indem alles …wirklich alles, unter anderem auch das Deko Material der Stadt Puteaux gelagert wird, nahm den zweiten Tag in Anspruch.

Ab dem dritten Tag waren wir für das Kontrollieren und Dokumentieren des Lagerbestandes der Flaggen im kleinen Lager zuständig.

Danke Axians für den Laptop! Ansonsten hätten wir handschriftlich, über 500 Flaggen dokumentieren müssen. In so einem Moment ist man schon mal dankbar für Excel.

Mit dieser Aufgabe waren wir bis zum Ende des Praktikums beschäftigt.

Das technische Zentrum der Stadt Puteaux bietet viele handwerkliche Berufe und ist zuständig für die Organisation der Deko für die Bürgerfeste.

 

Ich bin sehr dankbar für den Einblick in diesen Betrieb und die Arbeitsweise, sowie in das Leben im Internat und den Einblick in diese berühmte Weltstadt.

Ich konnte vieles Erleben, was mit dem Alltag in Deutschland vergleichbar ist. Durch diese Erfahrung wurde mir bewusst, wie viel Freiheit und Möglichkeiten ich in meinem Alltag habe und wie gut die Arbeitsumstände hier vor Ort sind.

Und natürlich ein „Danke“ an die Menschen, die mir diesen Einblick ermöglichten.

Frau Schymura, Lehrerin der THS-Schule; Alev Klinic, unsere Ausbildungsleiterin; Olivier Debienne, Organisator von Puteaux, sowie Kathrin meine Ausbildungsvertreterin und meine Eltern.

 

Ich hoffe ich konnte euch einen übersichtlichen Einblick in den beruflich, weiterbildenden Austausch nach Frankreich verschaffen. Ein tolles Programm, welches meiner Meinung auch in der Zukunft geförderte werden sollte.

 

 

2 Kommentare

  1. Avatar
    Juli 26, 2019

    Es macht echt Spaß diesen Artikel zu lesen.
    Top bin begeistertet

    Reply

  2. Avatar
    Juli 25, 2019

    Bin begeistert!!

    Reply

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